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Sonntag, 26. April 2015

Abgeschaut: Invertzuckersirup

Guten Morgen, ihr Lieben! Heute habe ich ein Rezept aus der Kategorie "Grundrezept" für euch, das ihr unbedingt nachmachen solltet, weil eben sehr nützlich.
Steph vom Kleinen Kuriositätenladen ist, wie ihr wisst, meine Anlaufstelle Nr. 1 für Geschenke aus der Küche. Für die Zubereitung eines meiner Ostergeschenke brauchte ich nicht nur ihren (genialen!) Schoko-Espresso-Sirup, auch Invertzuckersirup stand im Rezept. Na ja, dachte ich mir, wenn ich schon mal dabei bin...

REZEPT für 2 Flaschen à 250 ml

500 g Zucker
250 ml Wasser
1/2 TL Zitronensäure
1/2 TL Natron

Zucker, Wasser und Zitronensäure in einem Topf erhitzen und bei kleinster Hitze 1 1/2 bis 2 Stunden ziehen lassen, das Ganze soll laut Steph etwa 80 Grad halten, aber das hab ich mit meinem Herd nicht hinbekommen.
Dann vom Herd ziehen und kurz stehen lassen, Natron einrühren (ACHTUNG! Das schäumt! Der Topf sollte also möglichst groß sein!), heiß in sterilisierte Flaschen füllen und verschrauben.



Laut Steph wird Eis besonders cremig, wenn einen Teil des Zuckers durch diesen Sirup ersetzt. Das probiere ich auf jeden Fall mal aus, lieben Dank, Steph!

Habt einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche!

Montag, 20. April 2015

Zum Hamstern: Bärlauch-Rucola-Pesto mit Erdnüssen

Er ist DER Frühlingsbote.
Noch vor dem ersten Spargel erinnert er schon an die ersten Sonnenstrahlen auf der Haut, an Blumen, nasses Grad, feuchte Erde, den Duft von erwachender Natur... Ich rede natürlich von Bärlauch, über dessen Erscheinen ich mich jedes Jahr auf's Neue freue. Nicht so sehr wie auf Spargel, aber dennoch zaubert der Anblick des ersten Bundes Bärlauch ein Lächeln auf mein Gesicht und irgenwie schafft er es jedes Jahr, meine gesamte Planung über den Haufen zu werfen und in meinem Einkaufskorb zu landen... Leider ist die Saison nicht lang, deshalb: Unbedingt Vorräte schaffen!


Vorräte...
Was liegt näher, als würziges Pesto herzustellen? Gepaart mit salzigen Erdnüssen und gut gereiftem Parmesan kommt die Knoblauchnote des Bärlauchs wunderbar zur Geltung und macht die schnelle Pasta am Abend umso leckerer...

 

REZEPT für 5-6 kleine Gläschen

250 g Bärlauch (ohne Stiel, gewaschen und trocken geschleudert)
100 g Rucola
235 g gesalzene und geröstete Erdnüsse
200 g Parmesan, frisch gerieben
1 Bio-Zitrone
300 ml Olivenöl und Öl zum Bedecken
Salz
Pfeffer
Cayenne-Pfeffer




Bärlauch und Rucola hacken und mit Öl in ein hohes Gefäß geben. Gründlich pürieren, dann Erdnüsse im Blitzhacker hacken, unterrühren und ggf. nochmal durchpürieren. Schale der Zitrone abreiben und zugeben, Parmesan fein reiben, unterrühren und mit Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. In kleine Schraubgläser füllen und die Oberfläche mit ausreichend Öl bedecken.



Im Kühlschrank lagern. Nach Entnahme (mit einem sauberen Löffel!) immer wieder die Oberfläche glätten und mit Öl bedecken.
Macht sich übrigens auch sehr gut als Geschenk, z.B. zu Ostern...
Und jetzt los, wie gesagt: Die Bärlauch-Saison ist kurz!

Eine sonnige Woche wünsche ich euch!

Dienstag, 14. April 2015

Fiesta del arroz? Bohnen-Paella mit Chorizo und Roastbeef!

Die Party geht weiter, immer noch feiert zorra mit ORYZA die fiesta del arroz. Morgen ist Einsendeschluss, also höchste Zeit, mein zweites Rezept einzureichen!

Blog-Event CVII – ¡Fiesta del arroz! (Einsendeschluss 15. April 2015)

Nachdem ich bereits am Samstag eine Liaison von Schwarzwälder-Kirsch und Milchreis in Form leckerer Törtchen präsentiert habe, folgt nun ein deftiges Hauptgericht. Um die spanische Paella mit texanischem Chili con Carne zu verbinden, brauchte ich wiederum einen kleinen Schubser in die richtige Richtung: Wie beim ersten Rezept hat mich die Lust auf Genuss (03/2013) inspiriert, aber auch dieses Mal habe ich mein eigenes Rezept daraus gebastelt und unter anderem Roastbeef statt Hackbällchen zur feurigen Bohnen-Paella mit Chorizo serviert...



Das Roastbeef sorgt für ein kleines bisschen Luxus und peppt die scharfe Kombination aus Reis, Bohnen und würziger Chorizo zusätzlich auf.

REZEPT für 4 Personen

Für die Paella:
1 große Zwiebel
2-3 Knoblauchzehen
1 rote Chilischote
1 EL Tomatenmark
2 TL Rohrohrzucker
1 TL Safranfäden
2 EL Weißweinessig
Olivenöl
600 ml Rinderbrühe
120 g passierte Tomaten
1 Stückchen Bitterschokolade (75% Kakao)
250 g Paella-Reis
125 g Chorizo
200 g weiße Bohnen (Dose)
150 g Kidney-Bohnen (Dose)



außerdem:
2 Rumpsteaks à 250 g
Meersalz
schwarzer Pfeffer
Butterschmalz
Petersilie zum Bestreuen

Zwiebel und Knoblauchzehen abziehen und fein hacken, Chilischote waschen, entkernen und klein würfeln. Zwiebel und Chili in etwas Olivenöl in einem kleinen Topf andünsten, bis die Zwiebel glasig ist, dann Knoblauch und Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls anbraten. Mit Zucker bestreuen und karamellisieren. Mit Weißweinessig ablöschen, passierte Tomaten und Brühe sowie Safran hinzufügen und 10 min köcheln lassen. Schokolade einrühren (die nimmt der Chilischärfe die Spitzen).
Chorizo abziehen und in Scheiben schneiden, in einer großen Pfanne ohne Öl bei starker Hitze von beiden Seiten anrösten, dann herausnehmen. Den Reis bei kleiner Flamme im Chorizo-Fett glasig anschwitzen, Bohnen und Chorizo hinzufügen und die Sauce angießen. Bei kleiner Hitze unter gelegentlichem Umrühren mit einem hitzebeständigen Spatel ca. 20 min garen, der Reis sollte noch bissfest sein.
In der Zwischenzeit die Rumpsteaks abbrausen, trocken tupfen und das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen. Ofen auf 140°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Die Steaks von beiden Seiten ca 1,5 min scharf anbraten, salzen, pfeffern und in Alufolie gewickelt etwa 10 min im Ofen ziehen lassen, die Kerntemperatur sollte 55°C betragen, dann ist es medium.
Steaks aus dem Ofen nehmen, 1 min ruhen lassen und in dünne Scheiben schneiden. Fertige Paella auf Tellern anrichten, Steakstreifen darauf geben, mit etwas Salz und Pfeffer sowie Petersilie bestreuen und servieren.


¡Buen provecho!

Liebe Zorra, liebe Jury bei ORYZA: Viel Spaß bei der Ermittlung des Gewinners, ich bin sicher, es sind viele tolle und spannende Reis-Kreationen eingereicht worden!

Samstag, 11. April 2015

Schwarzwald meets Spanien: Milchreis-Törtchen "Schwarzwälder Kirsch"

Die liebe zorra hat mir mal wieder eine kleine Denksportaufgabe gegeben. Gemeinsam mit ORYZA läd sie zur fiesta del arroz ein und sammelt dafür Paella- oder andere Reis-Rezepte, die gerne international angehaucht sein dürfen. Das hat natürlich meinen Ehrgeiz geweckt, nicht zuletzt, weil es mal wieder etwas zu gewinnen gibt:
Eine von ORYZA gesponserte Reise für 2 Personen zum Cooking Cup Finale vom 8. bis 15. Juni 2015.
Wenn das kein Ansporn ist, kreativ zu werden!

Blog-Event CVII – ¡Fiesta del arroz! (Einsendeschluss 15. April 2015)

Leider war ich zu Beginn ein bisschen planlos - wochenlang wollte mir einfach nichts einfallen! Bis mir eine alte Ausgabe der Lust auf Genuss (03/2013) in die Hände fiel. Diese war voller toller Rezepte mit Reis, sodass ich nach kurzer Lektüre vor Ideen nur so übersprudelte. Letztlich habe ich mir aber nur der Idee aus der Zeitschrift bedient und das im Heft enthaltene Rezept für eine Milchreis-Torte à la Schwarzwälder-Kirsch nicht einfach übernommen, sondern mir mein eigenes Rezept für 7 kleine Törtchen kreiert. So eignen sie sich nicht nur besser als Dessert, Spanien ist ja schließlich auch bekannt für seine Tapas -  warum also nicht mal eine klassische Schwarzwälder-Kirsch-Torte im Tapas-Format und mit Milchreis versuchen?
Dem obligatorischen Schoko-Biskuit  nach diesem Rezept habe ich noch eine Unterlage aus hellem Mürbeteig mit Tonkabohne gegönnt, das macht nicht nur optisch etwas her, der leicht parfümierte Geschmack und die Knusprigkeit ergänzt den süßen Milchreis und die Kirschen auch noch perfekt, wie ich finde...
Was meinst du, zorra?

REZEPT für 7 Törtchen (à 7,5 cm Durchmesser)


Für den Mürbeteig:
125 g Mehl
40 g Puderzucker
65 g kalte Butter
1 Eigelb
ein Hauch geriebene Tonkabohne
(kann man auch weglassen)

Für den Biskuit:
4 Eier
4 EL kaltes Wasser
1 Prise Salz
125 g (Vanille-)Zucker
80 g Mehl
40 g Speisestärke
1 TL Backpulver
2 EL Kakaopulver

 


Für die Kischen:
350 g Schattenmorellen (tiefgekühlt, entspricht aufgetaut etwa 285 g)
85 g Gelierzucker 3:1
2 Blatt rote Gelatine

Für den Milchreis:
150 g Milchreis
500 ml Milch
1 Vanilleschote
50 g (Vanille-)Zucker
2 Blatt weiße Gelatine
200 g Sahne

außerdem:
nach Möglichkeit Kirschen zum Garnieren
Schokospäne
30 g Bitterschokolade (75% Kakao)
Kirschwasser zum Tränken

Kirschen über Nacht in einem Sieb auftauen lassen, dabei den Saft auffangen. Am nächsten Tag...
...zunächst den Mürbeteig herstellen:
Aus allen Zutaten rasch einen glatten Mürbeteig kneten, in Folie wickeln und 30 min kalt stellen. Dann rund ausrollen, in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (Durchmesser 26 cm) geben und im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) etwa 10-15 min backen. Herausnehmen, mit einem Dessertring (7,5 cm Durchmesser) sofort Kreise ausstechen und abkühlen lassen.
Danach den Biskuit zubereiten:
Die Eier trennen, Eiweiß mit kaltem Wasser und Salz steif schlagen (das geht super mit der SensorControl-Funktion meiner heiß geliebten MaxxiMUM :)), den Zucker langsam einrieseln lassen. Die Eigelbe cremig aufschlagen und unterheben (mit einem Schneebesen oder eben auch mit der Küchenmaschine). Mehl mit Backpulver, Speisestärke und Kakao mischen, darüber sieben und ebenfalls unterheben. In eine mit Backpapier ausgelegte Springform geben (Rand nicht fetten!) und im vorgeheizten Ofen bei 185°C (Ober-/Unterhitze) etwa 20 min backen (Stäbchenprobe). Aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen, aus der Form lösen und auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen lassen.
Für die Füllung...
...die Kirschen und 100 ml des aufgefangenen Saftes (ggf. mit Wasser auffüllen) mit Gelierzucker aufkochen und 4 min kochen lassen, derweil die Gelatine einweichen. Gelatine ausdrücken, im Kirschragout auflösen und alles abkühlen lassen.
Milch mit Zucker, ausgekratzer Vanilleschote und dem zugehörigen Mark aufkochen, Milchreis hinzufügen und bei kleiner bis mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren ca. 20-30 min zu Ende garen. Gelatine einweichen, im heißen Milchreis auflösen und die Masse abkühlen lassen.
Wenn die Masse kalt ist, die Sahne steif schlagen und unter den Milchreis heben.
Fertigstellung:
Aus dem Biskuit mit den Dessertringen Kreise ausstechen und diese waagerecht halbieren. Schokolade schmelzen, jeweils den oberen Boden mit der flüssigen Schokolade auf einen Mürbeteigkreis kleben und in einen Dessertring "packen", Boden mit etwas Kirschwasser tränken (es sei denn, es essen Kinder mit). Die Hälfte der Milchreismischung auf den so vorbereiteten Böden verteilen, andrücken und das komplette Kirschragout auf die Milchreis-Schichten verteilen. Die übrigen Böden darauf legen, die restliche Milchreismischung darauf geben und glatt streichen. Ca. 2 Stunden kalt stellen.

Dann aus den Förmchen lösen und mit Schokospänen sowie Kirschen (sofern sie denn Saison haben) garnieren.



Die untere Milchreis-Lage ist bei mir leider etwas verfärbt, da mein Kirsch-Ragout zu flüssig war -  ich hatte nur ein Blatt Gelatine verwendet. Im Rezept habe ich die Menge auf 2 Blatt erhöht, so sollte es funktionieren, das Ragout wird dann fest genug und die untere Schicht bleibt schön weiß...

Lasst es euch schmecken und habt ein schönes Wochenende!