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Sonntag, 27. November 2016

Blumig-cremig: Lavendelblüteneis

Warme Küchlein mit Eis - gibt es etwas Besseres zum Dessert? Klar, kommt drauf an, was es vorher gab, welches Thema das Menü hat und und und... Trotzdem kann man da eigentlich nicht viel falsch maschen, ob Nussküchlein mit Möhren wir hier oder Schokotörtchen mit flüssigem Kern, man trifft meist den Geschmack der Gäste, wenn man dazu ein cremiges Eis serviert und hinterlässt zufriedene Gesichter und leergefegte Teller. Bei diesem Eis zum Kuchen handelt es sich um eine Eigenkreation, die ich allerdings mit dem Thermomix zubereitet habe. Sehr entspannt :)



REZEPT für 6 Portionen (zum Dessert mit Küchlein)

20 g Zucker
20 g Vanillezucker
25 g Invertzuckersirup
1 Prise Salz
2-3 Eigelb (in einem Ei waren 2 drin :))
250 ml Vollmilch
125 ml Sahne
1 TL getrocknete Lavendelblüten



Zucker und Salz in den Thermomix geben und etwa 40-50 Sekunden lang bei Stufe 8-10 fein vermahlen.
Eigelb, Milch, Sahne und Invertzuckersirup dazu geben, alles etwa 10 Sekunden bei Stufe 7-8 vermixen, Lavendelblüten hinzufügen und die Mischung dann 15-30 Minuten, 80 °C, Stufe 2-3, ohne Deckel rühren, bis die Masse angedickt und cremig ist.Wer keinen Themomix hat, orientiert sich an meinen "normalen" Eisrezepten und rührt die Mischung auf dem Herd, bis sie andickt.
Masse in eine Schüssel umfüllen und über Nacht kühl stellen, dann durch ein Sieb geben und in der Eismaschine in 30-40 min cremig gefrieren lassen. Im Tiefkühler in einem geeigneten Behälter nochmal 2 Stunden nachfrieren lassen.





Zu den noch warmen Möhrenküchlein servieren, evtl. mit getrockneten Blüten garniert.

Habt einen schönen 1. Advent!

Samstag, 19. November 2016

Ungewohnt: Mit Hack gefüllte Bratäpfel

Ungewohnt ist hier zweierlei: Der Geschmack - und die Foto-Qualiät. Dass ich keine Profi-Fotografin bin, weiß ich auch, aber normalerweise kann man zumindest erkennen, was ich gekocht habe. Hier nicht wirklich, mangels Licht. Da das Gericht aber wirklich lecker und ganz und gar nicht gewöhnlich ist, wollte ich es euch trotzdem nicht vorenthalten. Ihr verzeiht mir doch?

REZEPT für 5 Personen

10 kleine Äpfel
150 ml Gemüsebrühe
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Bund Suppengemüse (Karotte, Sellerie, Lauch, Petersilie)
1 EL Butterschmalz
5 EL Crème fraiche (fettreduziert)
1 Eigelb
400 g Rinderhack
getr. Thymian und Oregano
frisch geriebene Muskatnuss
Salz
Pfeffer
150 g geriebener Bergkäse



Gemüse putzen und in feine Würfelchen schneiden. In Butterschmalz anrösten, in eine Schüssel umfüllen. Hackfleisch in der Pfanne krümelig braten, Gemüse dazugeben und mit Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano, Muskat sowie Petersilie abschmecken. Etwas abkühlen lassen, derweil die Äpfel waschen und aushöhlen (aufgepasst: das dauert länger als gedacht!). Ofen auf 180°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Eigelb und Crème fraiche unter die Hackmasse mischen, abschmecken, Äpfel damit füllen, in eine Auflaufform setzen und geriebenen Käse darauf verteilen. Brühe angießen und im Ofen ca. 30 min backen.

Mit frischen Bauernbrot und Butter servieren.


Abwandlung eines Rezeptes aus der Lust auf Genuss (10/2016)

Habt ein schönes Wochenende!

Samstag, 12. November 2016

Kein Abfall! - Buchweizen-Hokkaido-Quiche mit Rosmarin

Manchmal gehen Dinge einfach schief. Meist passiert dann eines nach dem anderen und man bekommt das Gefühl, die ganze Welt hat sich gegen einen verschworen. Als ich das Rezept für diese Quiche ausprobieren wollte, war so ein Tag. Er fing gut an: Ich machte ein wenig Sport, verfrachtete die Maronen, die ich für das Gericht brauchen würde, in den Ofen und bereitete das Frühstück zu. Eigentlich wollte ich sie vorher noch schälen, da sie sich aber als äußerst widerspenstig entpuppten, zog ich das Frühstück vor und ließ den Teller mit ungeschälten Maronen und Schalenresten stehen.
Ja, richtig gelesen, es befanden sich sowohl Schalenreste, als auch ungeschälte Maronen auf dem Teller. Unverkennbar. Allerdings nur für mich. Mein Liebster hielt das Gesamtpaket für Abfall - und warf Schalen samt ungeschälter Maronen einfach weg. Übrig blieben mir für mein Rezept also bloß 6 Maronen - ein Bruchteil dessen, was ich eigentlich benötigte.
Danach setze sich die Unglücksmaschinerie in Gang und der Tag brachte noch so einige unschöne Überraschungen...
Es blieb mir später nichts anderes übrig, als die fehlenden Maronen durch Walnüsse zu ersetzen und das Beste zu hoffen. Glücklicherweise ist die Quiche dennoch sehr gelungen - das Foto allerdings nicht. War ja zu erwarten.

REZEPT für 4 Portionen

Für den Teig:
75 g Buchweizen
200 g Dinkelmehl Type 630
1 TL Salz
1 Ei
125 g Butter
Butter für die Form
Erbsen zum Blindbacken

Für den Belag:
500 g Hokkaido
6 gegarte Maronen
eine Handvoll Walnüsse
2 EL Honig
1 EL Butter
Saft einer halben Zitrone
1 Knoblauchzehe
2 Rosmarinzweige
1/2 TL Zimt
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
3 Eier
200 g Sahne
125 g geriebener Bergkäse



Buchweizen fein mahlen und mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verkneten. Ausrollen und eine gefettete 28er Quiche-Form damit auskleiden, Boden mehrmals einstechen, mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegen und 15 min im vorgeheizten Ofen bei 180°C (Ober-/Unterhitze) blind backen.
Maronen und Walnüsse grob hacken, Butter und Honig in einer Pfanne aufschäumen lassen, Maronen und Nüsse darin glasieren und mit Salz, Pfeffer und Zimt würzen. Kürbis waschen, entkernen und in dünne Spalten schneiden, Knoblauch und Rosmarin hacken und alles mit Zitronensaft vermischen. Sahne und Eier pürieren, mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Kürbis-Mix und Nussmischung auf dem vorgebackenen Boden verteilen, Eierguss darüber gießen und mit geriebenem Käse bestreuen. Im Ofen bei 180°C ca. 40-45 min backen, ggf. abdecken, falls die Nüsse zu dunkel werden.

Inspiration: Lust auf Genuss (10/2016), wie immer - diesmal teils notgedrungen - abgewandelt.

Samstag, 5. November 2016

Vegan gebacken: Möhrenküchlein

Ich habe euch ja schon erzählt, dass ich vor einiger Zeit eingeladen wurde zur "veganen Küchenparty" von Staatl. Fachingen ?! Aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht daran, dass ich von den Möhrenküchlein, die wir zubereiteten, hellauf begeistert war. Lange hatte ich nämlich wirklich geglaubt, dass beim veganen Backen nicht wirklich etwas Gutes herauskommen kann -  was mir nun echt leid tut, denn diese Törtchen waren einfach nur klasse.
Das Originalrezept aus dem Buch "Natürlich besser kochen" Band 5 ist leider in "Tassen" angegeben. Das kann ich nicht wirklich leiden, somit habe ich das Rezept nach bestem Wissen und Gewissen wie folgt abgewandelt und im Thermomix zurbereitet. Nicht ganz das Original, aber dennoch super lecker - insbesondere warm mit (zugegeben nicht veganem) Eis...


REZEPT für 12 Törtchen

75 g Dinkelkörner
50 g Walnüsse
300 g Möhren
200 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
1 TL Zimtpulver
150 g Zucker
2 EL Vanillezucker
110 ml Öl
180 g Sojajoghurt

Dinkelkörner im TM mahlen (ca. 30 sec bis 1 min bei Stufe 10). Umfüllen. Walnüsse bei Stufe 5 ca. 3 sec hacken, alternativ von Hand, ebenfalls umfüllen. Möhren raspeln oder ebenfalls im TM häckseln. Restliche Zutaten hinzufügen und rasch vermischen (ca. 1 min Stufe 3 Linkslauf oder so). In gefettete Muffinförmchen füllen und bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) ca. 25 min backen.


Geht selbstverständlich auch ohne TM: Walnüsse von Hand hacken, Möhren raspeln und fertiges Vollkornmehl verwenden. 

Schönes Wochenende allerseits!