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Sonntag, 1. April 2018

Brunchtime? - Röstzwiebelbrot mit Kartoffeln

Endlich wieder ein Event! Und dann auch noch Brot backen - schön!
Inspiriert von einem Rezept aus der Lust auf Genuss (11/2017) habe ich für zorras aktuelles Event ein herzhaftes Brot gebacken und dafür das Pane di Como verwendet, das in dem Paket enthalten war, welches allen Event-Teilnehmern dankenswerterweise kostenlos von Hobbybäcker zur Verfügung gestellt wurde.

Blog-Event CXL - Brot und Brötchen für den Brunch in Kooperation mit Hobbybäcker (Einsendeschluss 15. April 2018)

Was, ihr seid morgen zum Brunchen eingeladen und habt vergessen, das Brot zu kaufen, das ihr versprochen hattet? Der Bäcker eures Vertrauens hat morgen natürlich auch keines für euch? Kein Grund zur Panik - mit wenigen Zutaten und ein bisschen Zeit heute Nachmittag könnt ihr auch so morgen ohne Schamesröte im Gesicht zum Brunch erscheinen und vielleicht sogar ein bisschen Eindruck schinden...

REZEPT für 1 Brot

300 g Kartoffeln (geschält)
1 TL Kümmel
1 Knoblauchzehe
350 g Pane di Como
1/2 Päckchen Trockenhefe (ebenfalls diese von Hobbybäcker)
100 ml warme Milch
1 Ei
Muskatnuss
50 g Röstzwiebeln

Kartoffeln klein würfeln und in Wasser mit Salz, Kümmel und gehackter Knoblauchzehe weich kochen. Abgießen, gut ausdampfen lassen und durch eine Presse drücken. Milch mit Hefe verrühren, Mehlmischung (man kann natürlich auch "normales" Weizen- oder Dinkelmehl verwenden, dann aber dem Teig bitte noch Salz hinzufügen), Kartoffeln, Milchmischung und Ei verkneten. Etwas geriebene Muskatnuss und Röstzwiebeln hinzufügen und mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig verkneten. Abgedeckt 1 Stunde gehen lassen, dann zu einem Laib formen, nach Belieben einschneiden und in den kalten Ofen schieben. Bei 200°C (Ober-/Unterhitze) ca. 50 min backen, dann auskühlen lassen.
Schmeckt getoastet auch sehr gut noch 2 Tage später...

Ich wünsche euch allen ein frohes Osterfest und eine schöne Zeit mit euren Lieben!

Samstag, 24. März 2018

Verliebt: Rote Bete Quiche

Wie ihr sicher wisst, LIEBE ich Quiches und Tartes aller Art. Nicht nur, weil sie einfach und schnell zubereitet sind und meist noch Reste für die Mittagspause am nächsten Tag übrig bleiben, ich stehe einfach total auf zarten, knusprigen Mürbeteig. Dazu noch ein gutes Glas Weißwein und eine feine Creme zum Dippen und ich bin zufrieden...

REZEPT für eine Tarte-Form (28cm)

Für die Füllung:
2 rote Beten
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
Thymian
Zitronenthymian
Rosmarin
Heidelbeersalz
Pfeffer
Timut Pfeffer
1 Handvoll Walnüsse
3 Eier
150 ml Milch
100 g Bergkäse

Für den Teig:
200 g Mehl
50 g Amaranth
105 g Butter
Salz
1/4 TL Kümmel
1 kleines Ei
ggf. etwas Wasser

Kümmel rösten und mit dem Amaranth fein mahlen, mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig verarbeiten und kalt stellen.

Rote Bete schälen, ebenso Zwiebel und Knobi und rote Bete grob, den Rest fein würfeln. In Olivenöl zunächst die Rüben, nach 10 min auch den Rest anbraten, mit Kräutern, Pfeffer und Heidelbeersalz würzen und abkühlen lassen.
Eine Tarteform (28 cm) fetten und mit dem Teig auslegen, Boden einstechen, mit Backpapier und Hülsenfrüchten belegen und 15 min bei 180 °C (Ober-/Unterhitze) blind backen. Herausnehmen, mit rote Bete Füllung "belegen". Eier mit Milch verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und über das Gemüse gießen, Walnüsse und Käse darüber streuen und 40 min fertig backen.
Mit knackigem Salat und Schäumchen (verrate ich euch bald) servieren.

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende!

Sonntag, 18. März 2018

In rotem Gewand: Rotkohl-Roulade mit Apfel und Nüssen

So ein richtiges Sonntagsessen waren bei uns früher Kohlrouladen. Herzhaft, würzig, mit kräftiger Sauce und Salzkartoffeln. Da hätte ich mich regelrecht drin einlegen können - heute würde man "Soulfood" sagen. Selbst gemacht habe ich die Dinger allerdings (bis jetzt!) nie, sondern immer Muttern überlassen. Kürzlich war mir spontan danach, sodass ich mich einen Sonntag lang in der Küche verschanzte und einfach mal loskochte. Ich wäre aber nicht ich, wenn ich "stinknormale" Kohlrouladen nach Hausfrauenart zubereitet hätte - bei mir gab es rote Rouladen, gefüllt mit guten Rinderhack, Apfel, Nüssen und allerlei Gewürzen. Lecker! Nächstes mal sicherlich mit Wildfüllung...

REZEPT für 4 Personen

Für die Füllung:
500 g Rinderhack
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 kleiner Apfel
1 EL Rosinen
30 g gehackte Walnüsse
1 EL Maisgrieß
Salz
1 EL Petersilie, gehackt
1 TL süßer Senf
1 Ei
1 EL Rosinen
1/3 TL Fenchelsamen
1/4 TL Kreuzkümmelsamen
1/4 TL Kümmelsamen
1/4 TL Koriandersaat
1 Wacholderbeere
1 kleines Stück Muskatblüte
2 Zimtblüten
1//3 TL Bergpfeffer

außerdem:
8 Rotkohlblätter
2 Schalotten
1 Petersilienwurzel
150 ml Weißwein
1 Lorbeerblatt
2 Knoblauchzehen
etwas Butter
Öl zum Braten
100 ml Sahne
ggf. Speisestärke



Gewürze rösten und fein mörsern, Schalotten abziehen, fein würfeln, ebenso Knoblauch. Petersilienwurzel schälen und hacken, Apfel fein würfeln, Walnusskerne hacken und rösten, Polenta in etwas heißem Wasser quellen lassen. Rotkohl vorbereiten: Einen ganzen Kopf in kochendem Wasser 5 min kochen, abtropfen lassen und 8 Blätter abziehen. Rest anderweitig verwenden... Blattrippe etwas flacher schneiden. Schlaotte, Knoblauch und Apfel für die Füllung in Butter anschwitzen, mit Hack, Ei, abgegossener Polenta, Gewürzen, Senf, Petersilie und Salz sowie Walnüssen und Rosinen verkneten. In jedes Rotkohlblatt etwas Füllung geben, aufrollen und mit Küchengarn festbinden. In heißem Öl rundherum anbraten, zum Schluss Schalotte, Knoblauch und Petersilienwurzel mitbraten und mit Weißwein und Brühe ablöschen. Lorbeerblatt zugeben und bei kleiner Hitze 40 min garen.
Dann Rouladen herausheben und warmhalten, Soße passieren, Sahne angießen, aufkochen, abschmecken und ggf. andicken. Mit Rouladen und Pasta servieren.

Dazu gab's noch einen frischen Feldsalat mit Himbeeren und einem Dressing aus Olivenöl, Balsamico, Senf, Zitronenthymian, Fenchelsaat, Koriandersaat, rosa Beeren und Timut Pfeffer. Lecker!

Und was ich aus dem restlichen Kohl gemacht habe, verrate ich euch an einem anderen Sonntag...
Habt einen gemütlichen Tag!

Samstag, 3. März 2018

Geschickt geschichtet: Rote Bete Lasagne mit Lammhack

Eigentlich sollte dies mein zweiter Beitrag für das abgelaufene Event im kochtopf werden. Dann kam mir allerdings das Ziegenkäse-Risotto dazwischen und diese leckere Lasagne musste sich hinten anstellen. Aber aufgeschoben ist ja glücklicherweise nicht aufgehoben, und so bekommt ihr zum Wochenende von mir eine leckere Lasagne, die glücklich macht... Soulfood - Samstag!



REZEPT für 6 Personen

Für das Lammragout:
500 g Lamhack
1 große rote Zwiebel
300 ml Fleischbrühe
2 Knoblauchzehen
1 Handvoll getrocknete Steinpilze
1 TL getrockneter Thymian
1/3 TL Piment d'Espelette
Salz
roter Kampotpfeffer
150 ml Weißwein (trocken)

Für die Gemüsesauce:
1 große rote Zwiebel
2 Knoblauchzehem
2 mittelgroße Möhren
2 große, milde, rote Peperoni
1 TL getrockneter Salbei
1 TL getrockneter Oregano
1/4 TL getrockneter Rosmarin
100 ml Weißwein (trocken)
800 g gehackte Tomaten (Dose)
Salz
roter und weißer Kampotpfeffer

außerdem:
Butter

250 g Lasagneblätter (frisch)
2 mittelgroße Knollen rote Bete
Olivenöl
125 g Büffelmozzarella
100 g Bergkäse
150 g Ziegenfrischkäse
Milch

Die rote Bete schälen und mit Olivenöl und Salz einreiben, in Alufolie wickeln und im Ofen bei 200°C ca. 1 Stunde garen. Abkühlen lassen.
Zwiebeln und Möhren sowie Knoblauch schälen / abziehen und klein würfeln, ebenso Peperoni entkernen und klein würfeln. Lammhack in einer Pfanne krümelig braten, Zwiebelwürfel und kurz danach Knoblauch zugeben und mitbraten, bis alles Farbe genommen hat. Mit Weißwein ablöschen. Aufkochen, dann Hitze reduzieren, Brühe, getrocknete und gehackte Steinpilze und Thymian hinzufügen. 15 min leicht köcheln lassen, mit Salz, Kampotpfeffer und Piment d'Espelette abschmecken.
Inzwischen Möhren in heißem Olivenöl anbraten, später Zwiebel und Peperoni und nach noch einer Weile auch den Knoblauch hinzufügen. Wenn alles leicht gebräunt ist, mit Weißwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Tomaten und Kräuter hinzufügen, salzen und pfeffern. 15 min köcheln lassen, grob pürieren, es sollten noch Stücke vorhanden sein.

Rote Bete in möglichst dünne Scheiben schneiden. Ziegenfrischkäse mit soviel Milch wie nötig zu einer Sauce rühren.

Eine große Auflaufform mit Butter fetten und mit Lasagneplatten auslegen. Eine Schicht Gemüsesauce darauf geben, nochmal Lasagneplatten, darauf Hackfleischragout geben, darauf rote Bete schichten, mit Ziegenfrischkäse-Sauce bestreichen und so weiter und so fort, ganz nach Belieben und bis alles verbraucht ist. Mit Lasagneplatte und Gemüsesauce abschließen, Ziegenfrischkäsesauce darüber träufeln und mit Mozzarella und geriebenem Bergkäse belegen.

Im Ofen bei 200°C (Ober-/Unterhitze, ggf. am Schluss nochmal Umluft) ca. 30 min backen.

In quadratischen Dessertringen gebacken sieht es hübscher aus, ist aber auch aufwendiger...